R1200GS-on-Tour
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Gipfeljagd in den Dolomiten und dem Trentino!

Sella-Runde, Passo di Pordoi, Passo di Falzarego, Grödner, Lago di Fedaia, Passo di Rolle,  Passo Valles, Lago di Idro, Lago di Ledro, Passo Bordone! Wer kennt Sie nicht? Die Dolomiten und das Trentino! Eines der Motorradparadise schlechthin. Myra und ich waren bereits im September 2013 für 14 Tage in Leifers und haben von dort diese einzigartige Region aus erkundigt. Dort stimmt einfach alles. Gutes Essen, nette Menschen, wunderbare Landschaft und das Wichtigste: Kurvenreiche Straßen und Pässe ohne Ende. 

 

Da die Vogesen-Tour mit den „Parasiten“ allen viel Spaß bereitet hat, werden wir zusammen eine Woche die Dolomiten und das Trentino unter die Räder nehmen. Unser Ferienhaus liegt direkt am Lago di Caldonazzo. Von dort werden wir unsere Tagestouren starten, welche Myra und ich schon mal geplant haben. 1610 Kilometer purer Fahrspass! Wir hoffen alle finden Gefallen daran, und der Gaudi in dieser tollen Gruppe kommt nicht zu kurz! Können wir uns aber auch nicht wirklich vorstellen.

Die Vorbereitung !

 

Natürlich bedarf eine Woche Urlaub mit den Parasiten am Lago di Caldonazzo der intensiven Vorbereitung und Organisation. Wir haben zwar schon viel aus der Planung zur Vogesen-Tour gelernt, dennoch gibt es immer wieder noch etwas zu besprechen. Also, die Gelegenheit sich mal wieder in gemütlicher Runde bei einem Bier zu treffen. Schnell haben wir gemeinsam einen Termin dafür festgelegt. Am 28.02.2015 werden wir bei uns im Keller alles für einen feuchtfröhlichen Abend vorbereiten. Wir freuen uns schon jetzt auf die vielen Anregungen, der gemeinsamen Arbeitsplan-Erstellung und den Tour-Diskussionen. Es ist schon jetzt davon auszugehen, dass außer einem dicken Kater am nächsten Morgen, nichts bei der Veranstaltung herumkommt. Egal, aber Spass werden wir auf jeden Fall haben.

Anreise !

 

Die Anreise von knapp 854 Kilometer werden wir mit dem Auto/Anhänger vornehmen. So können wir alle genügend Kleidung mitnehmen und den Proviant für 17 Personen auf mehrere Fahrzeuge verteilen. Wir reden hier von den "festen" Lebensmitteln! Für die "Flüssig-Nahrung" werden wir wohl einen kleinen Transporter benötigen!

 

Nachdem wir uns am 13.08.2015 zu einer weiteren Organisations-Besprechung beim Auwer-Heiner getroffen haben, sind nun alle Unklarheiten beseitigt. Leider schaffen wir es nicht uns alle auf einen Abfahrtszeitpunkt zu einigen und somit werden wir auch zu unterschiedlichen Zeiten im Ferienhaus eintreffen. Marcus, Tanja, Gerd, Myra und meine Wenigkeit treffen uns schon am Freitagnachmittag um zusammen bis kurz hinter Rosenheim zu fahren. Dort werden wir bei Waltraud übernachten und am Samstag in Ruhe die letzten paar Kilometer in Angriff nehmen. Thomas (Trombose-Tommi) wird mit seinem Bruder Guido am Samstagmorgen starten und die 854 km an einem Stück abspulen. Wir sind auch zuversichtlich, dass die Beiden mit Guido seinem neuen Pickup gut ankommen. Christian, Andrea, Alex, Anne, Kurt und Leyla hingegen werden erst am Samstag gegen 16:00 Uhr losfahren. Leyla hat leider verpennt Urlaub für diesen Tag einzutragen und muss von daher noch arbeiten. Wann Andreas und Micha losziehen ist uns unbekannt, da sie leider keine Zeit hatten um am Donnerstag ein paar Bier mit uns beim Auwer zu trinken. Ein Paar ist gut, wie zu erwarten hat fast keiner von uns die Wirtschaft nüchtern verlassen. Ja, und dann ist da ja noch unser "Neuer": Christoph Wilmes!! Wenn der so gut Motorrad fährt, wie er Alkohol verträgt - Wir wollen es uns nicht ausmalen :-) ! Christoph wird sich ein Büschen leihen und dann samt Motorrad und einigen Bierkisten auch am Samstag durchstarten.

 

Wollen wir hoffen, dass alle unfallfrei ankommen und wir eine Woche schönes Wetter haben. Es sind ja auch nur Engel unterwegs :-)

 

 

 

28.-29.08.2015

 

Endlich ist es soweit! Wir freuen uns riesig auf den Motorradurlaub und so treten wir, nachdem wir noch bis 13:00 Uhr auf der Firma waren, die Reise Richtung Rosenheim an. Bei uns in Drolshagen liegt die Temperatur gerade mal bei 17 Grad und es ist am regnen. Wir wissen jedoch von Waltraud, bei der wir ja übernachten, dass in Bayern strahlend blauer Himmel mit satten 38 Grad zu erwarten sind. Von daher werden wir sicherlich einen Teil der Strecke mit offenem Verdeck fahren. Gut gelaunt geht es auf die A45 um über Würzburg der Waltraud immer ein Stückchen näher zu kommen. Bruno, Tanja und Gerd fahren gegen 14:30 Uhr von Siegen los, und da wir ja mit unserem Grappa eine größere Pause einlegen müssen, werden wir wohl fast zur gleichen Zeit bei der Waltraud eintrudeln. Weit gefehlt, da zwischen Aschaffenburg und Würzburg das Drama losgeht. Ein Stau nach dem Anderen, und keiner unter 10 Kilometer! Also ab über die Landstraße, welche (wie soll es auch anders sein) ebenfalls brechend voll ist. Und da ich ja ein total ausgeglichener, ruhiger Mensch bin, raste ich erst nach zwei Stunden „gejuckel“ aus! Ich wollte uns schon ein Hotel buchen, aber da spielte mein Schatz nicht mit. Bestens gelaunt geht die Fahrt schweigend weiter, und so treffen wir um 21:00 Uhr bei Waltraud ein. Die Anderen kommen eine gute Stunde später an und wir verbringen  bei einem lauen Lüftchen einen schönen Abend auf dem Balkon. Um 01:00 Uhr, so lange haben wir gebraucht um die Kiste Bier zu leeren, schicken wir eine SMS an zweiten Trupp! Trombose-Tommi, Guido, Alex, Anne, Heipi und Andrea wollen um 03:00 Uhr starten und gemütlich in einem Rutsch durchfahren. Das Wort „gemütlich“ sollte jedoch noch eine neue Definition erhalten.

Der Samstag war eine Katastrophe. Wir haben von Rosenheim bis zur Ferienwohnung sieben Stunden gebraucht und die Nachtschwärmer sind gemütlich 15 Stunden gefahren. Auch Michael und Andreas, sie sind über Füssen gefahren, mussten sich mit katastrophalen Verkehrsverhältnissen auseinandersetzen. Kurt und Leyla waren die Einzigen, die es richtig gemacht haben. Um 17:00 Uhr sind sie in Freudenberg auf die Autobahn gefahren und um 02:00 Uhr angekommen. Gute neun Stunden Fahrt, eine akzeptable Zeit. Unser „Neuer“ Christoph Wilmes, ist erst am Samstag von Zuhause abgereist um gegen 20.00 Uhr bei uns angekommen. Der hatte einen ganz schönen „Brand“! Der Stand noch mit einem Bein in seinem Bulli, da war hörten wir schon den Kronkorken knallen :-)

30.08.2015

Einführrunde mit Panoramablick!

 

Gut geschlafen, kommt einer nach dem anderen aus seiner „Höhle“ heraus. Kein Wölkchen am Himmel zu sehen und das Thermometer zeigt schon über zwanzig Grad an. Klare Sache, es wird draußen der Frühstückstisch gedeckt. Es ist sofort zu erkennen dass wir ein eingespieltes Team sind! Jeder packt mit an, und so verwundert es nicht, das fünfzehn Minuten später alle am Tisch sitzen und ihren Kaffee mit frischen Brötchen genießen. Wo fahren wir heute hin, wie teilen wir die Gruppen auf (elf Motorräder sind einfach zu viel), wieviel Kilometer wollen wir fahren? Alles wird beim Frühstück geklärt und um 11.00 Uhr geht es los.

 

Heipi, Guido, Trombose-Tommi, Kurt mit Leyla, Myra und ich bilden eine Gruppe, und der Rest eine zweite Gruppe. Die heutige Tour für uns habe ich auf dem Navi gespeichert und so folgen die anderen mir wie ein paar Küken ihrer Mutter :-) 

 

So fahren wir erst mal am Lago di Caldonazzo entlang bis nach Borgo. Dort biegen wir in das „Val di Catamaento“ ab um auf der SP31 den Manghenpass zu erklimmen. Die schmale Strasse führt uns auf 2042 Meter und da wir Sonntag haben, ist diese nicht nur von Motorradfahrern sondern auch von Auto`s und vor allem Fahrradfahrern frequentiert. Daher kann es in den Spitzkehren und unübersichtlichen Kurven schon mal recht eng werden. Eigentlich wollten wir auf der Passhöhe etwas kaltes trinken, aber bei der Menschenmenge hätten wir sicherlich eine halbe Stunde auf unsere Erfrischung warten müssen. So fahren wir erst mal auf einer breiteren gut geteerten Straße den Pass herunter. Am Fuße angekommen ist ein großer, bewaldeter Park mit einer schönen Lokalität in welcher wir fünfunfvierzig Minuten Rast machen.  Weiter geht es über den „Passo Lavaze“ nach Welschnofen um vorbei am Karersee auf den gleichnamigen Pass zu fahren. Auf dieser Strecke hat man immer den „Rosengarten“, er ist wohl einer der bekanntesten Felsformation, vor Augen. Dort legen wir unsere zweite Pause ein und wir können es uns nicht nehmen lassen hier richtig gut zu essen. Myra und ich waren schon mal in diesem Lokal und von daher fiel uns die Empfehlung nicht schwer. Es wurde vom Schnitzel über Pizza bis hin zum Gulasch mit Knödel alles bestellt und mit Genuss verzehrt. Als Nachtisch des Hauses gab es Würfelzucker getränkt mit einem 95% Schnaps. Hätte wir zwei von diesen gegessen, so wären wir sicherlich mit Kuhglocken anstatt mit Helm weitergefahren. Von hier fahren wir über Vigo di Fassa, Moena, und Cavalese zur Ferienwohnung. Eine wirklich schöne Tagestour welche wir wie gewohnt in einer gemütlichen Runde mit dem ein oder anderen Bier, ausklingen lassen.

31.08.2015

 

Tag 2: Alle (mit Ausnahme der Caterer und der Hundesitter) wollen aufgeteilt in zwei Gruppen die gleiche Runde fahren. Zu dem Zweck werden zwei Navis mit den gleichen Daten gefüttert. Eine Gruppe wird von Micha angeführt, eine von Heipi (aufmerksame Leser dieser Seite wissen ja noch aus dem Vogesen-Trip: unser ex-Präsi). Heipi fährt vorneweg und los geht’s Richtung Monte Bondone - bis fast zum nächsten Kreisverkehr. Vorher dreht unser Scout um, fährt die 500m zurück zu unserem Domizil und alle folgen in dem Glauben, er hat was vergessen. Hat er aber nicht, er hat nur die Orientierung verloren! Das kann lustig werden! Im zweiten Anlauf wird’s nicht wirklich besser: Beide Gruppen trennen sich (zunächst) um sich auf verschlungenen Pfaden mehrfach in den Weiten der Trentiner Wohn- und Obstbaugebiete mal mehr mal weniger weit voneinander entfernt zu begegnen. Aus lauter Verzweiflung schließt sich Heipi mit Gefolge der Gruppe von Micha an- in der Hoffnung, daß der sein Navi richtig lesen kann. Kann er, aber an der nächsten Ampel schaffen nicht alle die Grünphase. Thrombose-Tommi und Gerd halten an, weil hier abgebogen werden muß und sehen den vor Ihnen fahrenden Glenni mitsamt der anderen endgültig in der Ferne entschwinden. Ebenso die beiden Navis (gut: Heipi nützt es eh nix, aber die „Hinterbliebenen“ hätten es gerne gehabt!). Also sammeln sich Myra, Waltraud, Leyla, Kurt, Guido, Trombose-Tommy und Gerd erstmal zur Standortbestimmung und packen die gute alte Karte (die Myra gottseidank dabei hat, aber sofort an Gerd weiterreicht) aus. Mit Hilfe der Wegbeschreibung eines freundlichen, Englisch sprechenden Carabiniere und viel Intuition schaffen wir es aus dem Ort heraus auf die traumhafte Passstraße zum Monte Bondone. Die entschädigt zunächst mal für das vorausgegangene Chaos - bis zu dem Punkt, an dem wir die „Spalter“ gutgelaunt auf der rechten Seite in einem Biergarten entdecken. Wir sind aber stinksauer, und beschließen gemeinsam, den Weg wie gehabt mit Karte fortzusetzten. Ohne die anderen mit ihren blöden Navis!

In Vezzano beschließen wir, vom Lago di Santa Massenza über Ronzo zum Lago di Molveno zu fahren. Eine Straße ist auf Gerd’s Karte auch eingezeichnet, aber noch vor Ronzo überrascht uns ein Schild mit einem Sackgassensymbol. Egal - aus Erfahrung wissen wir, daß derartige Schilder in Italien nicht immer die Realität widerspiegeln, und daher eher als grobe Richtlinien zu verstehen sind. Guido hat allerdings - verunsichert durch das Schild - inzwischen auch eine Karte hervorgekramt und siehe da: Auf dieser ist diese Straße überhaupt nicht eingezeichnet! Auch egal, wir fahren trotzdem diese schmale, in die fast senkrechte Wand gemeißelte Straße bis es nicht mehr geht und vielleicht gibt es oben ja was zu beißen - ist mittlerweile eh Essenzeit. Zu essen gibt’s nix, aber dafür ein weiteres Schild, daß die Weiterfahrt vollständig untersagt. Aber das sind ja wie bereits erwähnt nur grobe Richtlinien und außerdem lesen wir auf dem Schild auch die Zahl 1978, und von daher ist es eh veraltet. Also weiter, bis dann das Asphaltband in eine Schotterpiste übergeht. An diesem Punkt hält Gerd an und überlegt gerade ob eine Weiterfahrt für alle zumutbar ist, als Trombose-Tommi mit aufgeklapptem Helm neben ihm hält und nur ein Wort sagt: FAHR!!! Ok, also testen wir weiter aus, ob unsere teils mit zwei Personen besetzten Sporttourer mit diesem Geläuf fertig werden. Es ist teils echt rutschiger Schotter, geht steil bergauf und bergab, ist schmal und der Abhang neben der Straße ist nicht wirklich beruhigend. Dazu kommt die Ungewissheit, ob dieser Weg überhaupt irgendwo hinführt. Als wir anhalten, weil Myra nicht weiterfahren möchte lässt ein vorbeikommendes Auto Hoffnung aufkeimen. Tommy läßt sein Motorrad stehen, steigt auf Myra’s nimmt sie als Sozia. Später wollen Gerd und Tommy (der in früheren Jahren ein dorfbekannter Motocrosser war) Tommy’s Moped abholen. Wir finden nach 10Km ziemlich anstrengenden Abenteuerritts ein schönes Lokal an einem Vorbecken zum Lago di Molveno, Guido tropft das Wasser aus den Ärmeln aber alles ist gut und Tommy und Gerd starten sofort durch. Als sie zurückkommen, werden gerade die äußerst leckeren Spaghetti serviert und ein Eimer voll Apfelschorle steht schon bereit. Gestärkt und gutgelaunt drehen wir eine schöne Runde um den See und die umliegenden Berge und fahren wieder nach hause, um die ‚Abtrünnigen’ ordentlich zusammenzufalten. Die finden wir so schuldbewußt vor, daß das nicht wirklich Spaß macht und nach einer ‚Friedenspfeife‘ mit Heipi ist alles wieder gut. Schließlich möchten wir alle einen schönen Tag auch in einem schönen Abend ausklingen lassen.

01.09.2015

 

Pässejagd

 

Passo di Barcon, Passo di Rolle, Passo di Valles, Col di Rocca, Passo di Fedaia, Sellajoch, Gröndnerjoch, Passo di Campolongo, Passo di Podoi, Val di Fassa, Karerpass

 

DATEN:

 

Tageskilometer:       362 km        Durchschnittstempo: 51 km/h

Spitverbrauch:        5,5 l/100      Gangwechsel:           9611

Vorderradbremse:   3712            Hinterradbremse:      4879

Motortemperatur:    82 Grad        Außentemperatur:    26 Grad

 

So unterschiedlich die Namen der Pässe sind, so verschieden sind auch die Fahreigenschaften und Aussichten beim Erstürmen der Gipfel. Zum Passo di Barcon fahren wir bei angenehmen 26 Grad über eine kurvenreiche Landstraße bis nach Borgo um von dort  auf den Pass zu gelangen. Die Straßen sind gut ausgebaut und die Mundwinkel eilen bei diesem Fahrspass schnell hinter die Ohren. Da wir heute ohne zu frühstücken losgefahren sind, halten wir auf der Passhöhe erst einmal an. Bei einer grandioser Aussicht lassen wir uns von der netten Kellnerin Schinken- und Käseplatten mit Kaffee, Cappuccino und Mineralwasser servieren. Das Frühstück, aber auch die Ruhe hier oben lassen uns eine 3/4 Stunde verweilen. Kaum den Pass heruntergefahren, geht es auch schon den nächsten herauf: Passo di Rolle, er ist so gut zu befahren, sodass die Gruppe sich schnell verliert. Aber wir haben ausgemacht uns auf der Passhöhe zu treffen und so bestaunen wir zusammen das beeindruckende Bergmassiv, welches seinen Schatten über einen Teil der Passhöhe wirft. Weiter führt unsere Tour über den Passo die Valles und dem Col di Rocca zum Passo di Fedaia. Der Fedaiasee liegt auf 2056 Meter und ist somit der höchste anfahrbare See des Trentinos - im Schatten der Marmolada, höchster Dolomiten-Gipfel. Grund genug für uns wiederum eine genüssliche Pause einzulegen. Man muss schon sagen; Apfelstrudel mit Kaffee hat schon was. Nicht umsonst heißt diese Tour Pässejagd, denn jetzt geht es weiter zu wohl einer der bekanntesten Runden in den Dolomiten: Die Sellagruppe !

Gespickt mit vier Pässen ( Passo di Sella 2940 m, Gröndner Joch 2121 m, Passo di Campolongo 1875 m und Passo Pordoi 2139 m) fährt man sich hier in einen wahren Rausch. Leider wird dieser durch den starken Verkehr ein wenig unterbunden, dennoch ist es eine atemberaubende Runde. In Canazei wieder angekommen, lassen wir unsere Motorräder über Moena und Cavalese langsam Richtung Ferienwohnung gleiten. Dort wird wie jeden Abend das persönliche Heldentum geboren und knallhart in Worte gefasst.

02.09.2015

 

Regenflucht

 

DATEN:

 

Tageskilometer:       275 km        Durchschnittstempo: 51 km/h

Spitverbrauch:        5,4 l/100      Gangwechsel:           11663

Vorderradbremse:    4324           Hinterradbremse:      5815  

Motortemperatur:    82 Grad       Außentemperatur:    25 Grad

 

Der Himmel lässt nicht gerade auf das freundlichste Wetter schließen, dennoch haben wir zwei Alternativen:

 

Hier sitzen bleiben und darauf warten dass es regnet, oder eine kleine Tour in der Gegend fahren um schnell zurückzukehren wenn es regnet. Wir entscheiden uns für Plan B !

 

Kaum sind wir am Lago di Caldonazzo entlang, schlagen schon die ersten Regentropfen auf das Visier nieder. Dennoch fahren wir, in der Hoffnung das es nicht mehr Regen wird, über eine Bergkuppe Richtung Rovereto weiter um nach Mori zu gelangen. Von dort wollen wir über die Nordrampe auf den Monte Baldo fahren, doch es kam wie es kommen musste. Der Himmel lies keinen Zweifel daran aufkommen, dass man am Monte Baldo die Hand vor Augen nicht sieht, und so haben wir während einer kurzen Pause bei einem Kaffee Plan C aufgestellt. Zurück nach Mori um nach Torbole zu fahren. Am Gardasee würden wir dann entscheiden wie wir weiterfahren. Dort angekommen, geht es auf der Westseite weiter Richtung Tremosine sul Garda um die Brasa-Schlucht zu suchen. Der Verkehr auf den Straßen ist jedoch so nervig, dass wir uns entschließen nach dem Idro-See zu fahren.  Das war die beste Entscheidung des Tages. Nicht nur die Straße war ein Gedicht, sondern auch das Wetter auf der anderen Seite der Bergkette. 30 Kilometer nichts ausser einer Kurve nach der Anderen, ein Traum für jeden Motorradfahrer. Am Idro-See angekommen halten wir an einem Restaurant welches nicht nur mit einem überwältigendem Seeblick, sondern auch mit einer wirklich gute Küche überzeugt. Nach einer guten Stunde Pause fahren wir entlang dem See Richtung Ledro-See. Da es jedoch schon 18.10 Uhr sind teilt sich die Gruppe auf. Ein Teil fährt durch das Val di Ledro -, und die Anderen über Trento zur Ferienwohnung. Dort kommen alle zwischen 20:00 und 20.30 Uhr unfallfrei an. Ein guter Grund für ein Manöver-Bier :-)

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