R1200GS-on-Tour
R1200GS-on-Tour

Die Vogesen

1000 Kurven, 100 Weine, 10 Käse und 1 Baguette

Im September ist es soweit. Wir fahren mit unserem Motorrad-Club die "Parasiten“ für eine Woche in die Vogesen. Bei Gerardmer haben wir ein grosses Haus gebucht um von dort unsere Tagestouren zu starten. 

 

Da wir ja nicht mehr die Jüngsten sind :-) , haben wir bei der Auswahl des Hauses auf Entspannungsmöglichkeiten viel Wert gelegt. Pool, Sauna und Jacuzzi sind von daher selbstverständlich! Sollten wir mal total erschöpft von einer Tagestour kommen besteht sogar die Möglichkeit ein Koch zu buchen, welcher sich um unser leibliches Wohl kümmert! Wie verrückt ist das denn ??

 

Im Vorfeld ist bei einer Teilnehmerzahl von 15 Personen natürlich einiges zu planen. 

 

  • Wer fährt schon am Freitag (mit einer Übernachtung) mit dem Motorrad?
  • Wer plant eine schöne Strecke für die Anreise?
  • Wer fährt am Samstag auf direktem Weg mit dem Auto und Anhänger
  • Was müssen wir an Lebensmittel und Getränke kaufen?
  • Wer tätigt die Einkäufe?

 

Dafür nutzen wir am Sonntag den 13.07.2014 den Geburtstagsfrühschoppen vom „Präsi“ Christian. Ab 11.00 Uhr treffen nach und nach alle ein und es ist schön so manch eine/einen nach mehr als einem halben Jahr wiederzusehen. Da uns nicht nur das Bier, sondern auch die vom „Präsi“ aufgebrühte Bockwurst sehr gut schmeckt, verbringen wir den ganzen Sonntag zusammen. Sieben Stunden Zeit um über alles zu sprechen, nur nicht über die Tour-Vorbereitung. 

Witze und alte Geschichten haben den ganzen Tag Vorrang. Egal wir haben wie immer viel gelacht und werden einen neuen Termin zur Lagebesprechung festlegen.

 

Nur mit schriftlicher Genehmigung der Eltern lesen!

05.09.2014

 

Endlich ist es soweit! Alle Vorbereitungen sind getroffen worden und die Aufgaben gerecht verteilt. Da in unserem Club 50 % Weicheier und Simulanten vertreten sind verwundert es nicht, dass wir uns heute nur mit 6 Personen treffen um mit dem Motorrad mit Zwischenübernachtung nach Gerardmer zu fahren. Guido, Thomas H., Myra und Thomas L. treffen sich in Eichen und fahren von dort über die Autobahn zum Bonner-Verteiler. An der Aral-Tankstelle stoßen noch Gerd und Waltraud zu uns und es geht direkt weiter. Gerd hat die heutige Tour geplant, und führt uns über Ahrweiler nach Zell an der Mosel. Dort drehen wir eine schöne Schleife um dann über den Hunsrück und das Johanniskreuz nach Elmstein zu fahren. Fahrspass pur!

 

Auf dem Hof vom Gasthof "Zur Linde" stellen wir unsere heißen Motorräder ab und zischen direkt mal ein kühles Bier und eine Weisherbstschorle! Da aus einem, zwei, direkt mehrere Getränke wurden, haben wir uns zum Abdenessen erst gar nicht umgezogen. Die Besonderheit auf der Speisekarte?? Woigockel!!! Kennt keiner, oder?? Es ist frisches Hünchenbrustfilet in einer Weissweinsoße mit Spätzle! Und da Gerd und ich als gute Esser verschriehen sind, bestellen wir sofort eine doppelte Portion. So sitzen wir bis fast 24.00 Uhr draußen, haben Spaß ohne Ende, und werden vom Nachbarbalkon zur Ruhe ermahnt. Guido erzählt wie immer nur dummes Zeug was keiner versteht! Es bleibt kein Auge trocken, und so lachen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes müde!

06.09.2014

 

 

Jetzt haben Myra und ich gerade 8500 km Abenteuer hinter uns, und wovon werden wir aus dem Bett geschmissen??  Kirchenglocken!!!

 

Dennoch haben wir alle gut geschlafen und sitzen an einem reichlich gedecktem Frühstückstisch. Waltraud, die schon öfter hier war erzählt, dass Reinhold, der hier zum Inventar gehört, für Leute, die er mag in der Kirche gegenüber eine Kerze für eine gute Fahrt anzündet. Und tatsächlich brennen morgens dort 6 Kerzen!!! Wir geniessen anschliessend die Fahrt über Annweiler entlang der Weinstrasse über Molsheim, Wissembourg und Hagenau nach Gerardmer, wo wir uns mit den Weicheiern treffen (wollen). Keiner der mit Auto und Anhänger Angereisten findet auf Anhieb unser Chalet! Als erstes trifft unser "Versorgungsfahrzeug" ein, unser (Ex-) Präsi muß sogar von Thomas mit dem Motorrad hergelotst werden. Dafür kommt dieser aber auch ohne Motorrad zur Motorradtour- wie bescheuert ist das denn?!? Aber was kann man von ihm erwarten: Sohn eines Lehrers welcher mit bündischen Liedern zum Plattenmillonär auf You tube wurde, gelehrnter Bauer , aufgestiegen zum LKW Fahrer , mangels Orientierungssinn zum Maschinenbediener abgestiegen ist. Wen wundert es dass er zu blöd ist unser Feriendomizil zu finden. Nun, wir werden heute Abend das Präsi-T-Shirt auf dem Grill verbrennen!!! Nach einem leckeren Chilli con Carne, das unser Smutje Alex dankenswerterweise schon vorbereitet mitgebracht hat, trinken wir noch ein paar Bier und begeben uns in die Schlafgemächer unserer Luxusunterkunft. Über den Verlauf der Nacht berichten wir morgen.

07.09.2014

 

Nicht nur die Wohnung ist sehr schön; mit Pool, Jacuzzi, Grillplatz und Sauna, sondern auch die kleinen Schlafzimmer mit gemütlichen Betten laden zu einem geruhsamen Schlaf ein. Und so sind wir heute morgen alle ausgeruht und entspannt aufgestanden. Bis auf unser Thrombose-Tommi! Er teilt sich sein Schlafzimmer mit unserem kleinen, etwas untersetztem Alex.  Nicht genug, dass dieser um 00.20 Uhr gut gefüllt mit Bier und selbst zubereitetem Chili ungewohnte Geräusche und Gerüche in Thrombose-Tommi`s Schlafgemach liefert. Er schnarcht auch noch wie ein Großer. Von daher können wir alle gut verstehen, dass Tommi total entnervt am Frühstückstisch sitzt und außer seiner täglichen Ration Tabletten auch noch Streicheleinheiten benötigt.

 

Auch Bruno hat so seine Probleme. Nach seinen Knieoperationen kann er dieses nach wie vor nicht belasten, und läuft wie Quasimodo durch die Wohnung. Da er das Knie nicht richtig anwinkeln kann ist es für ihn unmöglich mit seiner Fire-Blade die Tour mitzufahren. Aber frei dem Motto "Echte Fründe ston zesamme" bekommt er meine R1200GS! Ich freue mich wirklich auf die Fire-Blade, da ich ja schon mal eine zersenst habe. So ziehen wir des Weges und drehen eine wirklich schöne Runde durch die Vogesen. Die Stimmung wird kurz getrübt als wir an einer Unfallstelle vorbeifahren, wo ein Motorradfahrer reanimiert werden muss. Bilder schnell aus dem Kopf löschen und weiter geht`s! Bruno`s Moped macht wirklich Spaß, wenn es dann mal anspringt. Die Batterie ist oppe und so wundert es nicht, dass wir das Motorrad auf der Hälfte der Strecke stehen lassen müssen. Ich nehme Bruno auf der R1200GS mit und kann es nur wie folgt beschreiben: Einfach kuschellig!

 

Wieder in unserer Wohnung angekommen, liegen die Hinterbliebenen mit Ihren Astral-Körpern im Pool und drücken den Chlor-Spiegel in die Knie! Heipi erzählt uns total ungeniert, dass er nach dem Waschen zwei Minuten Sex unter der Dusche hatte. Mit Andrea war es nicht!!! Es kann eigentlich nur Fäustes-Gretchen oder Handgelenks-Erika gewesen sein. Aber wen interessiert es! 

 

Alle trinken wir ein Manöver-Bier und Bruno fährt mit Gerd und Heipi samt Anhänger das Motorrad holen. 

 

In der Zeit fangen wir schon mal an zu kochen und Alex`s Speiseplan lässt einem wieder mal das Wasser im Mund zusammenlaufen.

 

Bratkartoffeln mit Steak und dicken Bohnen!

08.09.2014

 

Guten Morgen Frankreich,

 

wer nicht duschen will geht halt baden! Wir haben wirklich schönes Wetter mit blauem Himmel bei 25 Grad. Bruno muss seine morgendliche Wasser-Gymnastik durchziehen und wir schmeißen ihm direkt seine Frau dazu! Ist zu zweit nun mal schöner! Heute werden wir uns aufteilen und verschiedene Interessen verfolgen. Bruno fährt mit Heipi nach Selestat um bei einem Honda-Händler eine neue Batterie für seine Fire-Blade zu kaufen. Vielleicht fährt die Karre ja dann mal. Frimi und Marion werden mit ihrem Roller nach Colmar schippern und einen kleinen Stadtbummel machen. Man muss schon sagen, dass Colmar wirklich sehenswert ist.

 

Michael, Andreas, Thrombose-Tommi, Guido, Danny, Gerd, Waltraud, Tanja, Myra und ich werden eine große Runde drehen. Unter anderem fahren wir über die Route de Crètes und dem Grand Ballon. Es ist schade, dass ich die Gopro-Kamera nicht dabei habe, da wir mit Sicherheit fantastische Bilder schießen könnten.

 

Guter Dinge fahren wir aus Geradmer heraus um direkt über den Col de la Grosse Piete Richtung la Bresse zu fahren. Nicht nur die Straßen sondern auch die Landschaft machen süchtig nach mehr. Gerd und Michael fahren vor und es macht richtig Spaß in ihrer Linie von einer Kurve in die andere zu fallen. Wir fahren die ganze Strecke "frei Schnauze", da hinter jeder Abbiegung eine traumhafte Straße zu erwarten ist. Es erinnert uns ein bisschen an das Trentino, dort konnte man sich in einem Umkreis von 80 Kilometer auch schwindelig fahren.

 

Auf der Route de Crètes halten wir kurz an um ein Gruppenfoto zu schießen. Plötzlich sahen wir ein Moped mit Seitenwagen den Berg hochkommen, welches uns zum Staunen brachte. Es ist eine 1A restaurierte grüne Zundapp KS610! Nicht nur das Moped, sondern auch deren Fahrer sind weit über sechzig Jahre alt. Die Dame im Beiwagen weist genau 70 Jahre auf, und ihr Mann ist 69 Jahre alt. Hut ab vor den Beiden, da sie jedes Jahr noch mehrere Touren fahren. Dann erfahren wir noch, dass die Beiden aus dem Siegerland kommen.  Anschließen setzen wir uns in eine kleine Berghütte und nehmen eine Kleinigkeit zu uns. Der Ausblick ist einfach genial.

 

Weiter geht es nach Munster, dann über den Col de la Schlucht zu unserem Ausgangspunkt. Wir sind erstaunt,  dass die Anderen noch nicht da sind. Zehn Minuten später treffen diese auch ein. Wir hatten einen schönen und die Anderen einen spektakulären Tag. Frimi und Marion wollten ja nach Colmar, mussten die Fahrt jedoch in Munster abbrechen, da die Batterie am Roller platt war. Es scheint, als hätten wir eine Batteriesäuche eingeschleppt. Sie wollten gerade Bruno und Heipi anrufen (die sind ja mit dem Auto unterwegs um eine Batterie für die Fire-Blade zu kaufen), als diese an ihnen vorbeifahren. Welch ein Zufall!! Zu viert geht die Reise im Auto weiter, um einen Mengenrabatt beim Händler herauszuholen.  Zwei Batterien, vier Freunde mit Auto und Roller unterwegs in den Vogesen, wie traumhaft ist das denn??

 

Alle zufrieden am Stützpunkt angekommen, werden erst einmal Pool und Jacuzzi in Beschlag genommen. 37 Grad warmes Wasser mit Blubberbläschen und kaltem Krombacher in der Hand. Tiefenentspannung pur!

 

Unser Smutje liefert uns wieder einmal ein fast gewohntes Bild! In Unterhose, Brustharrtoupee, Zöpfen unter den Armen, bedarf es keiner Gewürze mehr. Er vernichtet sowieso gerade seine Geschmacksnerven mit einer Flasche Grappa UND Bier! Tai-Chicken-Curry der anderen Art. Aber wie ein Wunder: Alles wurde restlos gegessen. Hat ja auch jeder ein Glas Schnaps neben seinem Teller stehen. Vorbeugen ist halt besser.

 

Anschließend geht es wieder in unseren Stühlchenkreis mit Feuer in der Mitte. Heipi (EX-PRÄSI) lässt keine Zweifel daran, dass er der Sohn von Carlos Santana ist (ihr wisst ja: Der, der sein Geld mit Bündischen Liedern gemacht hat). Also trällern wir von "Hoch auf dem gelben Wagen", über "Marmor, Stein und Eisen bricht" bis zu "Seemann lass uns träumen" die Liederbibel hoch und runter. Der Alkohol kriegt sie alle. Um 3.00 Uhr gibt der Letzte auf.

09.09.2014

 

Da Marion und Frimi mit ihrem Roller gern mitfahren würden, bilden wir eine schnell - und eine Genießer-Gruppe, welche die Gelegenheit nutzt um ein paar Bilder zu schießen. Thrombose-Tommi (welcher jetzt noch unter seinem exzessiven Grappa-Genuß leidet), Guido und Danny (von der wir hofften sie würde auf Grund ihrer gestrigen Gesangseinlage mal den Mund halten), Frimi und Marion (die nur mit Standgas fahren können, damit der Lenker nicht zittert), sowie Myra und meine Wenigkeit ( die zweifelsohne auch schon besser aussahen) fahren auf Bilder -Jagd!

 

Auf der Tour kommen wir an einem Friedhof vorbei welcher einem wirklich den kalten Schauer über den Rücken laufen läßt! So viele junge Menschen die wegen einem scheiß Krieg ihr Leben gelassen haben. Fast keiner war über 20 Jahre alt!

 

Weiter geht es nochmals über den Col de la Schlucht, welcher ebenfalls zur Foto-Session einlädt. Dort wollten wir auch Bruno`s Fire-Blade (übersetzt: Mistkarre) in die Schlucht schmeißen. Die Mistkarre springt trotz neuer Batterie wieder nicht an, und ich stehe kurz vorm Ausrasten. Da fährt der Simmulant mit meiner Kuh durch die Vogesen, und ich übe mich in den verschiedensten Schiebetechniken. Lass den heute nach Hause kommen, da trete ich ihn vor sein noch gesundes Knie!!!

 

Die Große Runde – so war das heutige Tagesmotto für den Rest der Truppe: Micha, Waltraud, Tina (Tanja) Turner-Teichmann, Andreas (Glenni) Glenski, Bruno (Markus) Turner-Teichmann (der die funktionierende GS von Thomas benutzt und völlig selbstlos das Repsol-Bückeisen Thomas überlässt - Ergebnis siehe oben...) und Gerd. Die Sonne lacht und ab auf die Straße. Die Reiseleitung schaut schnell noch einmal in die Strassenkarte und ab geht‘s. Kurventraining... mit Micha und Gerd: Immer schön Ideallinie, so geht‘s Richtung Grand Ballon hoch auf 1325 m. Oben angekommen überrascht uns leider der Regen. Wir entscheiden die geplante Route zu verlassen und „flüchten“ uns auf die andere Bergseite. Zum Glück lassen wir nach ein paar Kilometern den Regen hinter uns - rasch noch getankt und wir entscheiden uns für eine alternative Route: ab Richtung Sonne, weil es noch zu früh ist zum "Essenfassen". Rauchwölkchen über unserem "Anwesen" verraten uns, daß die Sache mit der Honda gründlich in die Hose gegangen ist...

Route de Grétes 271 km.gpx
GPS eXchange File [399.0 KB]

10.09.2014

 

 

So ein schöner Morgen und Myra ist schlecht drauf! Sie hat sich eine richtig dicke Erkältung eingefangen und will daher heute lieber in der Ferienwohnung bleiben. Verärgert ist sie schon darüber, da wir uns eine 240 km lange Strecke zusammengestellt haben die von Allem etwas bieten. Kleine, schmale Straßen, welche durch wunderschöne Täler führen. Bergstrecken die so gut ausgebaut sind, dass man keine Zeit hat die Blickführung nach rechts oder links in die Landschaft zu richten. Als auch traumhafte Höhenzüge mit Weitblick über die Vogesen. 

 

Aber Myra ist ja nicht allein in der Wohnung. Guido, Danny und Bruno fahren auch nicht mit, und so machen sich alle auf ihre Art und Weise einen schönen Tag. Andrea, Heipi, Guido und Danny fahren auf den Col de la Schlucht um mit der Rodelbahn ins Tal zu schießen. Myra und Bruno gönnen sich noch eine Mütze Schlaf bevor Sie im und um das Haus Ordnung machen. Handtücher waschen, Leergut sortieren .....! Auch unser Kühlschrank muss neu mit Lebensmittel befüllt werden. Dieser durchaus schwierigen Aufgabe stellen sich fünf Personen mit zwei Fahrzeugen. Heipi, Bruno und Danny fahren im Passat. Alex und Guido fahren im Ford-Mondeo! Allein zwei Autos an den selben Zielort zu führen scheint schon eine nicht lösbare Aufgabe zu sein. Sie treffen auf einen Kreisverkehr in welchen jeder meint in eine andere Richtung fahren zu müssen. Gut das es in Geradmer nur einen Lidl gibt, und so treffen sie doch alle in einer Zeitspanne von 20 Minuten dort ein.

 

Die Autos gefüllt mit Lebensmitteln schaffen sie es dann gemeinsam bis zur Ferienwohnung zu fahren.

 

Wir treffen um 18.10 Uhr nach unserer Motorrad-Tour ein und ich muss leider feststellen, das ich umgehend einen neuen Hinterreifen aufziehen lassen muss. So ein Ärger, aber dafür war das tägliche Leben bis jetzt mehr als günstig. Jeder muss € 135,00 für die Ferienwohnung zahlen und bis heute sind für Getränke und Essen € 75,00 pro Person aufgelaufen.

 

Alex zaubert wieder eine herzhaftes Menü und alle lassen es sich gut schmecken.

Wir kennen keinen Motorad-Club, welcher von so einem guten Smutje verwöhnt wird. Ein ganz großes Lob auf unseren Alex!

 

Micha und Andreas freuen sich auch auf ein gutes Abendessen, da anschließend  die Beiden ihre Heimreise antreten. Wir haben wirklich viel Spaß mit beiden Knalltüten gehabt und freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr! Um 2.00 Uhr erhalten wir eine SMS dass sie gut angekommen sind. Auch der Rest von uns torkelt gegen 2.30 Uhr ins Bett! 

Kurvensucht 213 km.gpx
GPS eXchange File [316.5 KB]

11.09.2013

 

Die Erkältung schlägt um sich und so haben wir mitlerweile mehrere Ausfälle zu beklagen. Auch unsere treue Seele "Thrombose-Tommi"  hat es umgehauen. Er lässt sich sogar schon zum Frühstück entschuldigen. Der "Krombacher-Virus" zeigt sich von seiner übelsten Seite. So bleiben nur noch fünf Motorrad-Fahrer für eine Tour übrig. Aber auch die sollte anders verlaufen als geplant. Da ich mir keine Pünktchen in Flensburg zusätzlich erlauben kann, und wir noch einige Kilometer zu fahren haben, muss ich unbedingt meine Kuh hinten neu besohlen. So fahre ich erst ca. 50 Kilometer mit der Gruppe mit um dann alleine zu einem Motorradhändler zu reisen.

Es wird nicht nur der Reifen, sondern auch die hinteren Bremsbeläge gewechselt! Diese weisen bei BMW eine mangelhafte Haltbarkeit auf. Der Rest der Gruppe kann jedoch auch nicht die geplante Tour fahren, da dicke Regenwolken aufziehen. Auch ich werde auf der Rückfahrt nach Gerardmer von Regen erwischt und (wie soll es auch anders sein) ein wenig gewaschen. Alle sind schon zu Hause als ich noch 30 Kilometer bei schlechtem Wetter zu fahren habe. 

 

Jemand fragt, bei ensetzendem Regen den Frimi, ob der Pool abgedeckt werden muss! Typische Antwort: "Nein, der kann ruhig nass werden. 

Wir beschließen nicht den Namen der fragenden Person zu nennen sonder nur die Anschrift! Warum ist dem Guido wohl lieber dass wir den Namen nennen?

 

In Alex`s Küche wird heute Resteverwertung groß geschrieben, und so gibt es über Kassler, Kotelettt, Hähnchenbrust, Bratkartoffeln, Sauerkraut bis hin zur Chilisauce querbeet einfach alles zu essen. Aber wie immer sehr lecker.

 

Nun geht es wieder ans Feuer, um in unserem Stühlchenkreis Geschichten zu erzählen.

 

Unser EX-PRÄSI sitzt gemütlich mit seiner Frau am Feuer, als ein Trompetenkäfer seine Hose verlässt. Und schon kommunizieren beide auf hohen Niveau!

 

Da diese jedoch nicht für jeden bestimmt ist, hüllen wir uns in Schweigen!

 

Tommi L. einer der Leichtesten von uns, versucht "ohne Knie" (also mit gestreckten Beinen) sich in den Gartenstuhl zu setzen. Die Inspiration zu diesem Manöver hat er von Marion (sie hat eine Beinlänge von ca. 80 cm)! Das musste ja voll in die Hose gehen! 107 Kilo im freien Fall, aus einer Höhe von 1,08 Meter, in den Stuhl! Die Physik lässt sich nun mal nicht überlisten. Zwei Stuhlbeine knicken ein, Thomas kippt samt Stuhl nach hinten und erzeugt ein mittleres Erdbeben!

 

Auf Grund der diversen "Grippe-Viren" sind alle ziemlich müde und so sitzen wir nur bis 23.00 Uhr am Feuer. Eine gehörige Portion Schlaf wird wohl keinem schaden und so hoffen wir, morgen alle wieder fit zu sein! Grippostad, oben drauf ein Bier und schon schlafen wir!

12.09.2014

 

In unserer Ferienwohnung kann man wunderbar die Verbreitung einer Grippe studieren. Myra ist leicht erkältet in Gerardmer angekommen und heute morgen haben wird nur noch über Nase putzen und Husten kommuniziert. Es hat aber wirklich jeden erwischt. Alex, unser Smutje, liegt sogar noch im Bett! Hoffentlich ist er spätestens um 17.00 Uhr fit damit er kochen kann. Alle haben vom Schnupfen eine rote Nase, nur bei Waltraud steckt noch ein anderer Grund dahinter. Leider kann meine Kamera nicht den Abdruck der Nase auf der Glastür erfassen! Sie hat ihn schnell weg geputzt, aber der Splitter auf der Nase lässt auf einiges schließen!

 

Marion, unser Zweirad-Spezialist hat uns absolut verständlich erklärt, das ein Roller viele Vorteile einem Motorrad gegenüber bietet. Man kann damit im Wald Holz holen, Weide-Zaun und Kühe kontrollieren, und vor allem steht ein Motorrad ja im Winter in der Garage, so ein Scheiss! Wir wissen schon jetzt, das es im Dezember im Siedenstein eine einmalige Attraktion geben wird:

Suzuki-Burgman Roller mit Schneeschild!

 

Wir sind gerade mit dem Frühstück fertig und packen nun Frimi`s Auto! Alles an Leergut, sowie diverse Sachen von einzelnen Personen wird sicher verstaut und die große Abschiedszeremonie nimmt seinen Lauf. Gute Fahrt!

 

Es ist kalt und bewölkt draußen, und von daher wagen wir nur eine kleine Runde mit den Motorrädern. Eigentlich hätten wir uns die Fahrt sparen können, da am Grande Ballon die Hand vor Augen nicht zu sehen war, und der Regen mal mehr oder minder uns den ganzen Tag verfolgt hat. So sind wir schon recht früh in dem Ferienhaus und machen uns einen gemütlichen Tag. Am Abend bereitet uns Alex zum letzen Mal ein wirklich leckeres Menue, und wir gehen alle relativ früh zu Bett.

13.09.2014

 

 

Wie schnell doch so eine Woche vergeht! Es ist das letzte gemeinsame Frühstück - und dann ist abreisen angesagt. Die Motorradfahrer/innen Gerd, Waltraud, Thrombose-Tommi, Guido, Myra und ich wollen jedoch noch eine schöne 2-Tagestour fahren. Erst müssen wir zu einem BMW-Händler und an Gerd`s und Myra´s Motorrad die hinteren Bremsbeläge wechseln. 

 

Auf jeden Fall fahren wir auf der Rückfahrt nicht die geplante Strecke und kommen am 14.09.2014 gegen 15.00 Uhr zu Hause an. Nichts wie auf die Couch, da wir beide (wie auch ein paar Andere) eine dicke Grippe in den Knochen haben.

 

Abschließend muss man mal wieder feststellen, dass wir alle zusammen eine schöne Woche verbracht haben. Es konnte auf Grund der Grösse des Hauses mit Pool, Jacuzzi und Sauna jeder nach Lust und Laune machen was er wollte. Das Wetter hat für die Motorradfahrer sich fast von seiner besten Seite gezeigt und für Spaß haben wir gemeinsam im Stühlchenkreis am Feuer gesorgt.

 

Also die Erinnerungen an diese Tour speichern und sich auf die Nächste konzentrieren. 

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